Pfadranger Herbsthajk 2022
Mittwoch, 02 November 2022 01:08

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Wie jedes Jahr im Herbst ging es auch 2022 bei den Pfadrangern wieder rund, oder sollte man wohl eher “hoch” sagen.

Über 3 Tage verteilt wagten sich knapp 22 Leute aus Tübingen und Reutlingen hoch hinauf auf die Alb, bereit für ein neues Abenteuer. Gestartet hatten alle gleich, an einem Parkplatz nur mit Karte und Gepäck. Während manche noch lieber eine Route planten liefen andere Teams schon direkt los, jedoch hatten alle das gleiche Ziel, eine Quelle hoch in den Bergen. Über Stock und über Stein begaben sich die mutigen Abenteurer durch Wälder und Städte, über Berge und Felsen, bis hin zu einem Barfußpark einige Meter von ihrem Endziel entfernt. Während manche Teams die Gelegenheit ergriffen diesen zu durchlaufen, waren andere schon so erschöpft, dass sie am liebsten einfach weiter gelaufen wären. Durch Teamgeist und Karten-Experten fanden alle Teams pünktlich ihr Ziel und ihren Schlafplatz. Gegessen wurde Abends, Linseneintopf und Reis gekocht über heißem Feuer. Bis tief in den Abend brannte das Feuer, es wurde gesungen und gelacht. Wie jedes Jahr gab es auch dieses Jahr eine Andacht, den Kolosser-Brief. Auf einem Stück Papier wurde dieser ausgedruckt, und zusammen als Gruppe gelesen. Jederzeit konnte man unterbrechen um eigenen Input dazuzugeben, oder um Fragen zu Themen zu stellen die man gerne nochmal hören würde.  Früh am Morgen hieß es aufstehen, denn das Feuer brannte und das Frühstück wartete. Kaffee und Müsli aus Milchpulver, sowie heißen Tee für alle standen auf dem Plan. Nach einer kleiner Spülsession alla Kaltwasser und Schrubbarbeit wurden auch schon in Windeseile alle Zelte abgebaut, denn es ging weiter. Über Stock und über Stein erklomm die Gruppe den vor ihnen liegenden Berg. Oben angekommen genossen viele die Aussicht, und manch Technische Gerätschaften auch den freien Fall. Nachdem eine Drohne beim Versuch Fotos zu machen leider die Verbindung verloren hatte, wurde ein Rettungsteam entsandt um diesen Über oder eher Unterflieger wieder ein zu sammeln. Aus einem kleinen 5 Minuten Fotoshoot wurde schnell eine 30 Minuten Pause, jedoch schafften es alle heil wieder zurück nach oben, alle bis auf die Drohne, welche bei ihrem Fall leider beschädigt wurde. Im Gegensatz zur Drohne die den Boden wohl bevorzugte ging es für die Pfadranger nur nach oben. Über die verschiedenste Berge ging es hoch und runter, bis hin zu einem Golfplatz. Um Punkt 14 Uhr hieß es Mittagspause, direkt neben einem Golfclub. Während des Mittagessens wurde bei manchen auch ihre neue Leidenschaft zum Käse werfen entfacht, woraus sich schnell eine art Angewohnheit bildete. Nach Stärkung und Pause ging es schnell wieder weiter über Berge und Felder, bis hin zu einem Dorf kurz vor dem Lemberg. Die Wasserreserven waren knapp, und so kam es dass ca 21 Ranger einen der hiesigen Dorfbewohner fragten ob sie nicht ihre Flaschen auffüllen könnten. Gesagt, getan, und nach 15 Minuten Wasserbefüllung ging es auch los, los und hoch zum letzten Abschnitt der heutigen Reise, den Lemberg. Hoch und weit war der Weg, viele erschöpft und klatschnass, aber es ging vorran. Nach einem harten Aufstieg neben den Aussichtsturm des Bergs meinte sogar der Hajkleiter das es anstrengend war. Nach 2 Tagen laufen, und vielen Höhenmetern kam man dann endlich an. Erschöpft räumten viele ihre Rucksäcke weg, während andere noch energiegeladen Holz schleppten. Der Lauch den einige mit sich getragen hatten wurde endlich auch verkocht, in Lauchsuppe mit Hackfleischersatz und Sahnesoße. Eine weitere Andacht und Gesangszeit später gingen dann auch viele schlafen, in Hoffnung auf nicht so viel Wind.  Frisch am Morgen ging es raus aus den Schlafsäcken Feuer machen, denn es stand Grießbrei auf dem Speiseplan. Durch einige über oder unterschätzungen der Küche genoss man den Grießbrei leider mit etwas Raucharoma, doch essbar war er trotzdem. Nicht willig eine Drohne retten zu müssen die gerade vom Lemberg gefallen war beschloss man die Fotos vom Aussichtsturm des Lembergs zu schießen, und danach los zu laufen. Fotoshooting, ein Wackelturm und Schokolade später trafen die Helden dieser Geschichte wieder am Parkplatz an, von welchem sie gestartet sind. Es wurde gevespert und ge feed-backed bis 14 uhr, dann hieß es Abschied nehmen. Den Tränen nahe verteilten sich alle auf 3 Autos und fuhren zu ihren Familien nach Hause um die Ferien noch zu genießen, oder um am morgen wieder arbeiten zu gehen.

Samson Knoch

Gelesen 192 mal Letzte Änderung am Dienstag, 15 November 2022 20:07