Pfadranger Herbsthajk 2023
Donnerstag, 02 November 2023 12:36

Artikel bewerten
(0 Stimmen)

Mit knapp 30 abenteuerlustigen Rangern aus Tübingen, Mössingen und Rottenburg startete das Herbthajk dieses Jahr am Bad Uracher Wanderparkplatz.

Alle hatten dasselbe Tagesziel - eine Feuerstelle gegenüber vom Wiesfels. Nach dem steilen und stufigen Aufstieg am Wasserfall vorbei, ging es etwas entspannter weiter. Als wir realisierten, wo unser Ziel genau war, gingen wir zu einer gegenüberliegenden Feuerstelle am Wiesfels, die einigen bekannt war. Dort machten wir zusammen eine Mittagspause, in der wir nicht nur aßen, sondern uns auch prächtig amüsierten. Der Ast eines Baums direkt an der Feuerstelle diente einigen Rangern als Essensschleuder für Karotten und Linsen oder aber auch als Rangerschleuder für Ranger. Schlussendlich ist der Ast mit einem daran-hängenden Ranger abgebrochen! Nach einem kurzen Schock wurde er den Wiesfels hinuntergeworfen. Nach diesem lustigen Erlebnis hatten wir eine überraschende Entdeckung gemacht: Der Baum liebt Wandern! Hoch in seinen Armen baumelte ein altes Paar Wanderschuhe, das von seinen Klemmen befreit werden wollte. Mit aller Kraft und allen Mühen streckten sich einige Ranger mit einem Ast nach den Schuhen aus, ohne Erfolg. Nachdem einige Ranger im Baum waren und andere an einem ungefähr 3 Meter langen Ast ein Rangermesser befestigt hatten, wurden die Schuhe von den Fängen des Baums befreit! Sie flogen dadurch, dass die Schnürsenkel der Schuhe durchtrennt wurden, hinunter. Als die Trailleitung vorbeischaute, wo wir waren, brannte unser schwer anzündbares Feuer endlich. Es hieß alle Ranger sollten zur richtigen Feuerstelle gehen und so wurde auch das Feuer auf einem Rost mitgenommen (Feuer-to-go). Angekommen beim Schlafplatz bekamen wir die Aufgabe, ein Biwak aus Naturmaterialien zu bauen. Die Ergebnisse waren alle sehr unterschiedlich und doch einzigartig auf ihre Art. Nach einem köstlichen Abendessen gab es eine Andacht aus dem 1. Petrus! Der Abend endete am Lagerfeuer nach einer wirkungsvollen Veranschaulichung der Trailleitung, wie laut wir als Ranger auch abends sein können. Gestaffelt ging es am nächsten Morgen für alle Ranger mit Porridge und anschließendem Abseilen gegenüber der Feuerstelle am Wiesfels los! Danach wurde ein Ziel in der Nähe eines Sees oder Teichs angepeilt. Ohne Tagesaufgabe ging es aber nicht weiter. Jeder sollte einen Stock ca. 2m lang finden, wozu wussten wir noch nicht. Angekommen wussten wir dank unserer Rangerweisheit, wozu wir den Stock benötigten und was es zum Abendessen gab. Unser Ziel war ein angelegter Angelsee. Einige Teams waren nicht so flott wie andere, deshalb bekamen die Ranger, die schon vor Ort waren, ein Erklärvideo gezeigt und konnten schon ihr Abendessen angeln. Anfangs lief es nicht so gut doch als wir einen anderen Köder verwendeten, lief das Angeln viel leichter. Glücklicherweise hatten einige Ranger bereits Angelerfahrung und angelten mehrere Fische in kürzester Zeit. Dadurch konnten wir, als wir genug Forellen fürs Abendessen hatten, uns auf den Weg zu einer naheliegenden Feuerstelle machen. Nach einem einzigartigen Geschmackserlebnis folgte die geistliche Stärkung. Bei den Rangern wird es nie langweilig. Deshalb gingen wir zu einem etwas weiter entferntem Schlafplatz. Eine Burgruine! Der Weg dorthin war ein Abenteuer für sich. In der Dunkelheit konnten wir erst den Weganfang bergauf nicht erkennen, doch mit Stirnlampen erkannten wir, dass Waldarbeiter am Tag den Weg mit abgesägten Bäumen und Schutt übersät hatten. Der Weg war wie vom Erdboden verschluckt. Demzufolge ging es extrem steil bergauf und so krackselten wir den Hang hinauf. Erst rutschten wir mehr hinunter als das wir bergauf kamen. Am Schlafplatz der Burgruine angekommen, waren alle erschöpft und doch voller Erwartungen auf den morgigen Tag. Der Morgen startete mit einer großartigen Aussicht. Nach dem Frühstück gab es ein gemeinsames Gruppenbild. Jedes Team bekam dann das Ziel für den Tag genannt und zusätzlich gab es ein Zwischenziel zum Vespern. Die Teams konnten selbst entscheiden, ob sie lieber Höhenmeter oder Strecke laufen wollten. Als Vesper kochten wir noch die Reste, die noch verkocht werden konnten überm Trangia-Kocher. Danach gab es wieder unterschiedliche Wege zum ursprünglichen Startpunkt am Wanderparkplatz beim Uracher Wasserfall. Manche nahmen statt einem kurvigen Weg bergab ihren eigenen Weg, sie rutschten einfach den Berg querfeldein bzw. “querbergein“ hinunter. Erschöpft, aber heil am Ziel angekommen trafen die Teams wieder aufeinander und erzählten sich, was die anderen Teams verpasst hatten. Am Ende kam der Abschied mit der Motivation nächstes Jahr erneut und allzeit bereit einen abenteuerlichen Herbsthajk zu erleben.

Lana Schmidt

Gelesen 167 mal Letzte Änderung am Freitag, 03 November 2023 09:18