Segeltörn 2023
Dienstag, 07 November 2023 16:02

Artikel bewerten
(0 Stimmen)

Am Freitag, den 27. Oktober 2023 trafen wir uns als bunt gemischte Rangergruppe aus verschiedenen Rangerstämmen im Hafen von Stavoren in den Niederlanden.

Nach einer leckeren Suppe bezogen wir unsere Kajüten und lauschten später den Einweisungen unserer Skipper Rosa und Roman. Anschließen gingen die 20 Pfadrangers mit ihren Leitern auf ihr Schiff und die 30 anderen Leiter blieben auf ihrem Schiff. Nach einer unruhigen Nacht aufgrund der neuen Umgebung trafen wir uns zu einem ausgiebigen Frühstück. An diesem Tag lag ein erster großer Segelabschnitt vor uns. An Deck lernten wir vom Matrosen Leon viele wichtige Segelgrundlagen. Bereits am Morgen teilten wir die ganze Crew in drei Gruppen ein: Koch-, Dienst- und Segelteam. Letzteres hisste nun die Segel und wir stachen in See. Den ganzen Tag verbrachten wir an Bord und das Wetter war herbstlich herausfordernd mit starkem Wind und Regenschauern. Angekommen an unserer Destination, Harlingen, aßen wir lecker zu Abend und starteten mit dem JuLeiCa-Seminar, das ein Teil unseres Törns war. Aber auch Spiel und Spaß durften nicht fehlen. Der Morgen begann täglich um 7:30 Uhr mit dem Wecken und einem nährreichen Frühstück. Anschließend hörten wir einen geistlichen Impuls eines Rangers und sangen dann ein paar Lieder. Während das Segelteam ihre Rettungswesten anzogen und an Deck gingen, spülte das Dienstteam das restliche Geschirr ab und das Küchenteam sorgte für Ordnung und machte Klarschiff. Auf der deutlich anspruchsvolleren Nordsee segelten wir zu einer Insel namens Terschelling. Im Hafen machten wir es uns unter Deck gemütlich und hatten die nächsten Seminareinheiten, bevor wir von Alex und Loek super bekocht wurden. Die Nächte verbrachten wir mit fünf Personen in engen Kajüten zu denen auch ein winziges Bad gehörte. Am folgenden Tag segelten wir nicht, sondern machten einen Ausflug auf der Insel. Geplant war eine Heidewanderung zum schönen Wattenmeer. Doch dies erwies sich aufgrund des vielen Regens der letzten Tage als nicht ganz so einfach. Nach fünf Stunden und nass bis hoch zu den Knien kehrten wir endlich glücklich und zufrieden auf unser Schiff, die Ortolan, zurück. Am nächsten Tag starteten wir wegen der Gezeiten ausnahmsweise um 6 Uhr früh. Durch die Schleuse ging es zurück aufs Ijsselmeer nach Makkum. Leon zeigte uns an Deck noch einige Segeltechniken und weitere Seminareinheiten wurden absolviert. Zu Abend gab es Burger auf dem Steg, die wir uns schmecken ließen. Nach einer ruhigen Nacht lagen zwei sturmintensive Tage vor uns. Über acht Stunden segelten wir in südlicher Richtung den Hafen von Enkhuizen an. Erst im Dunkeln legten wir an und der Sturm wurde immer heftiger. Bis zu 90 km/h Sturmböen machten das Segeln am nächsten Tag leider unmöglich und so verbrachten wir den Tag im sicheren Hafen. Es gab verschiedene JuLeiCa-Seminare und eine praktische Einheit zu Projektmanagement in der wir für unser eigenes Abendessen zuständig waren. Abends saßen wir zusammen und waren in Gespräche vertieft, spielten Gesellschaftsspiele, holten die Gitarre raus und sangen Lieder. Nach der Segelpause freuten wir uns endlich wieder auf die Weite des Ijsselmeeres. Im Sonnenschein und vorbei an viele Regenbögen am Horizont segelten wir kurz, aber intensiv zum Hafen in Lemmer. Anschließend blieb noch genug Zeit für weitere Seminare und es bestand wie immer die Möglichkeit die Hafenstadt zu besichtigen. Nach dem allmorgendlichen Frühstück und geistlichen Impuls machten wir uns bereit zum letzten Segeltag. Immer am Ufer entlang ging es zurück zum Ausgangshafen in Stavoren. Das JuLeiCa-Seminar kam zum Abschluss und es gab ein letztes leckeres Abendessen. Glücklich und zufrieden machten wir uns am Sonntag an das Packen des eigenen Gepäcks und das Reinigen des Schiffs. Nach einem abschließenden Gruppenfoto und Flaggentausch verabschiedeten wir uns vom Skipper und dem Matrosen und nahmen auch untereinander Abschied. Auf der langen Heimfahrt im Auto blickten wir auf die schöne Segelzeit zurück, die wir in den Niederlanden gemeinsam erleben durften.

Paula Herz

Gelesen 149 mal